Das untere Schaubild zeigt schön die Aufwärtsbewegung
der letzten drei Tage nach dem Festigen des Supports bei 3980. Zudem bestätigen
die neuen Hochs im Rahmen des bald einjährigen Uptrends den Trend
an sich. Der MACD bleibt mit einem nur schwachen Kaufsignal zögerlich,
der Stochastik kann noch als neutral bezeichnet werden.
Auch wenn sich die deutschen Blue Chips mit schwungvollen Kursgewinnen
schwer tun, ist weiterhin ein intakter Aufwärtstrend zu konstatieren.
Eine spürbare und durchaus wünschenswerte Korrektur, um die
insbesondere mittelfristig überkaufte Situation abzubauen, blieb
bisher aus. Nach dem Bruch des langfristigen Abwärtstrends hat sich
die Lage weiter aufgehellt, wenngleich aus technischer Sicht eine Konsolidierung
alles andere als überraschend wäre.
Getreu der Börsenweisheit "the trend is your friend" dürfen
Anleger daher auf eine Fortsetzung der Kursgewinne hoffen, dabei aber
das Risiko einer spürbaren Korrektur keinesfalls aus den Augen verlieren.
Der nächst höhere Widerstand, abzuleiten aus den Hochpunkten
vom Juli 2002, liegt erst wieder bei rund 4500 Punkten - ein Durchmarsch
auf dieses Niveau, was immerhin knapp 10 Prozent Kursgewinn entsprechen
würde, erscheint derzeit fraglich. Folglich sollten der Unterstützung
bei 3980 Zählern und dem knapp darunter verlaufenden mittelfristigen
Aufwärtstrend Beachtung geschenkt werden - ein Durchbruch dürfte
eine deutliche Korrektur einleiten.

Update vom 21.01. (Kurzfristchart aktualisiert):
Immerhin 26 Punkte oder 0,6 Prozent kämpfte sich der DAX in der ersten Wochenhälfte weiter nach oben, bei 4150/60 Punkten lag ein bisher unüberwindbarer Widerstand.
Die Luft wird also wenig überraschend langsam dünn für die deutschen Blue Chips. Nur wenn dem Index klar und auf Schlusskursbasis der Sprung über 4160 Zähler gelingt, bietet sich weiteres Potenzial. Andernfalls dürfte bis zum Wochenende eher eine Konsolidierung einsetzen, wobei die 4000er-Marke nicht ernsthaft in Gefahr scheint.
Strategie: Calls weiter zum Einstandskurs absichern und erst über 4160 (close) ausbauen.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz