DAX-Analyse vom 21.03.2004

sowie im Anschluß Update vom 24.03.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2000 und Chart ab Juli 2003

Langfristchart seit 1977

Erwartungsgemäß bewegte sich der DAX in der vergangenen Woche innerhalb der Spanne ~3800/4000, wobei der Index als Wochenhoch sogar nur 3903 Zähler erreichte. Die an dieser Stelle avisierte Erholung währte allerdings nur bis Mittwoch, im Wochenvergleich büssten die Blue Chips 96 Punkte bzw. 2,5 Prozent ein.

Die Unterstützungslinie bei rund 3860, die sich aus dem Tief vom Oktober 1998 ableiten lässt und im oberen Schaubild eingezeichnet ist, steht nun auf dem Prüfstand. Zuletzt wurde dieser Support bereits leicht angeknackst. Zudem näherte sich die Notierung rapide der steigenden 200-Tage-Glättungslinie an, der Abstand schrumpfte auf nur noch gut vier Prozent. Im mittelfristigen Chart rutschte der DAX nicht nur unter das mittlere Bollinger Band auf Wochenbasis, sondern fiel auch in den Abwärtstrend zurück, der an der Kursbewegung seit März 2000 anliegt. Dies sind deutliche Warnsignale, weiter bröckelnde Kurse liessen die mittelfristigen Aussichten aus technischer Sicht düsterer werden.


Wochencandles seit Januar 2000

Mit Blick auf das untere Schaubild ist die kurzfristige Lage aber eher entspannter. Der DAX konnte die Unterstützung bei gut 3800 Zählern weiter festigen, was charttechnisch erfreulich ist. Ein Durchbruch nach unten liesse die Notierung aber schnell bis zur nächst tieferen Unterstützung bei unter 3700 abgleiten, dort verläuft aktuell auch der GD200. Das noch immer stark fallende untere Bollinger Band dürfte wenig Halt bieten.

Daher bleibt zu beobachten, ob sich die deutschen Standardwerte zu Beginn der Woche weiter über 3800 etablieren können. Dann besteht die Chance für eine Erholung, die aber nach wie vor bei spätestens 4000 Punkten beendet sein dürfte. Schlusskurse unter 3800 könnten den DAX dagegen schnell noch 100 Punkte tiefer fallen lassen.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 24.03. (Kurzfristchart aktualisiert):

Bereits am Montag rutschte der DAX unter 3800 Zähler und fiel dann, wie für dieses Szenario erwartet, bis auf unter 3700 Punkte. Bis zur Wochenmitte stabilisierte sich die Notierung auf niedrigem Niveau.

Der Index testete dabei fast den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 3673 Zählern verläuft. In Verbindung mit dem Support bei knapp 3700 Punkten sollte diese Kreuzunterstützung den Kursrutsch vorerst aufhalten. Im weiteren Wochenverlauf könnte daher eine technische Erholung einsetzen. Widerstände liegen bei 3800/20 und ~3900.

Strategie: Nach dem schnellen und heftigen Fall bleibt die Seitenlinie zu bevorzugen; nur abgebrühte Zocker können schon jetzt Calls wagen.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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