Mit Blick auf das untere Schaubild ist die kurzfristige
Lage aber eher entspannter. Der DAX konnte die Unterstützung bei
gut 3800 Zählern weiter festigen, was charttechnisch erfreulich ist.
Ein Durchbruch nach unten liesse die Notierung aber schnell bis zur nächst
tieferen Unterstützung bei unter 3700 abgleiten, dort verläuft
aktuell auch der GD200. Das noch immer stark fallende untere Bollinger
Band dürfte wenig Halt bieten.
Daher bleibt zu beobachten, ob sich die deutschen Standardwerte zu Beginn
der Woche weiter über 3800 etablieren können. Dann besteht die
Chance für eine Erholung, die aber nach wie vor bei spätestens
4000 Punkten beendet sein dürfte. Schlusskurse unter 3800 könnten
den DAX dagegen schnell noch 100 Punkte tiefer fallen lassen.

Update vom 24.03. (Kurzfristchart aktualisiert):
Bereits am Montag rutschte der DAX unter 3800 Zähler und fiel dann, wie für dieses Szenario erwartet, bis auf unter 3700 Punkte. Bis zur Wochenmitte stabilisierte sich die Notierung auf niedrigem Niveau.
Der Index testete dabei fast den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 3673 Zählern verläuft. In Verbindung mit dem Support bei knapp 3700 Punkten sollte diese Kreuzunterstützung den Kursrutsch vorerst aufhalten. Im weiteren Wochenverlauf könnte daher eine technische Erholung einsetzen. Widerstände liegen bei 3800/20 und ~3900.
Strategie: Nach dem schnellen und heftigen Fall bleibt die Seitenlinie zu bevorzugen; nur abgebrühte Zocker können schon jetzt Calls wagen.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz