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Konsolidierung dauert an
DAX-Analyse vom 14.10.2012

Mit Beginn der Vorwoche gab der DAX spürbar
nach - und signalisierte damit, dass die Aufwärtsbewegung bis zur Marke
von 7600 Zählern bis auf weiteres verschoben ist. Im weiteren Wochenverlauf
gab der Index, von einem kleinen Lichtblick am Donnerstag abgesehen, dann
weiter nach und verbuchte per Saldo einen Rückgang um 165 Punkte bzw.
2,2 Prozent.
Offensichtlich ist die Korrektur, die in der zweiten Septemberhälfte
einsetzte, noch nicht ausgestanden. Nun müssen sich Anleger vorerst noch
nach unten orientieren, und da fällt der Blick im Chart auf Wochenbasis
auf die auch psychologisch wichtige Marke von 7000 Zählern. Dort verläuft
nicht nur eine horizontale Unterstützungslinie, sondern diesem Niveau
nähert sich auch der Abwärtstrend, der an den Hochpunkten seit Mai
2011 anliegt. Eine Korrektur bis in diesen Bereich läge noch im Rahmen,
darunter kippt das mittelfristige Bild dann ins bearishe.
Angesichts des unteren kurzfristigen Charts wäre ein Rückgang bis
auf 7000 jedoch schlecht für die Bullen, da der seit Anfang Juni gültige
Aufwärtstrend aktuell bei knapp 7150 verläuft. Zusätzlich gefestigt
wird die Aufwärtstrendlinie derzeit noch vom unteren Bollinger Band.
Dafür ist das Indikatorenbild durchwachsen: Während der MACD weiterhin
ein klares Verkaufsignal demonstriert, schwenkte der Stochastik zum Ende der
Woche auf Kaufen.
Insgesamt sind die deutschen Blue Chips nun also noch auf Konsolidierungskurs.
Entscheidend für die mittelfristige Marschrichtung ist jetzt das Ausmaß
dieser Korrektur. Wichtige Marke ist in diesem Zusammenhang die runde 7000,
deren Bedeutung im Chart auf Wochenbasis ersichtlich ist. Endet die Abwärtsbewegung
spätestens in diesem Bereich, dürften anschließend wieder
die Bullen am Drücker sein. Ein nachhaltiges Unterschreiten der 7000
wäre hingegen bearish.

Autor: Oliver Schultze