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Am
Jahreshoch - die Welt hält den Atem an
Dow Jones-Analyse vom 29.04.2012


Trotz sich eintrübender Konjunkturindikatoren präsentierten sich
die US-Blue-Chips in der vergangenen Woche von ihrer starken Seite. Der Dow
legte knapp 200 Punkte zu, das sind 1,5 Prozent.
Technisch ist die Lage schnell analysiert: der weltweit am meisten beachtete
Index bewegt sich weiter im Band zwischen dem Support bei 12.700 und dem Widerstand
bei rund 13.280 Punkten. Vor kurzem befanden wir uns noch am unteren Ende
dieser Spanne, nun hat sich der Dow wieder an die obere Schwelle heran gepirscht.
Sollte der Leitindex nun scheitern und zurücksetzen, so wäre dies
ein weiterer Schritt in Richtung einer oberen Trendwende in Form eines Doppel-Topps
- und damit auch von deutschen Anlegern entsprechend ernst zu nehmen.

Die Indikatoren malen aber ein freundlicheres Bild: Der MACD auf Tagesbasis
konnte nach oben drehen und seine Signallinie überwinden. Sein Pendant
auf Wochenbasis hält sich immerhin im Bereich seiner Signallinie, ohne
bislang ein klares Verkaufsignal gegeben zu haben. Damit ist in der nächsten
Woche die technische Sensation eines neuen Hochs mit entsprechender Signalwirkung
auch für den europäischen Aktienmarkt nicht ausgeschlossen. Den
entscheidenden Punkt, der über Wohl und Wehe entscheidet, sehen wir bei
13.289,10 Punkten, das ist das Verlaufshoch vom 16. März. Sollte der
Dow trotz der guten Indikatorenlage daran scheitern, spräche das für
einen erneuten Rückfall in Richtung 12.700 Punkte; in Konsequenz können
Anleger dann auf Puts setzen.

Autor: Lutz Mathes